Dodos Gedankenwelt

Manchmal ist es notwendig Gefühle in Worte zu fassen - dies können positive, aber auch negative Gefühle sein

E-Book oder Papier?

Darüber streiten sich ja immer noch die Geister - ich habe aufgehört mit mir zu streiten.

Romane kaufe oder leihe ich nur noch als E-Book, sonst müssten wir irgendwann in ein größeres Haus ziehen ;) - und ich liebe meinen Tolino mit seiner Bibliothek, die ich immer und überall dabei habe:

 

  • Schlafe ich beim Lesen ein, Tolino weiß, wo ich die letzten Zeilen gelesen habe.
  • Im Urlaub musste ich oft Bücher nachkaufen, was mehr oder minder schwierig war. Jetzt brauche ich nur vernünftiges WLAN und kann auch weiter vernünftige Bücher lesen, wenn ich mich nicht ausreichend vorher eingedeckt habe.
  • Das Lesen im Bett oder in der Badewanne funktioniert nun auch ohne Arm- oder Schulterschmerzen.

 

Aber natürlich kaufe ich auch noch Bücher und zwar genau die vier Arten:

 

  • Reiseführer, Wanderführer und Bildbände von den Orten, die ich besuchen möchte oder besucht habe. Ich liebe es trotz den ausreichenden Informationen, die man heute im Internet findet, im Reiseführer zu lesen, Stellen zu markieren und meine bunten Post-Its zu setzen. Das ist für mich schon der halbe Urlaub ;)
  • Kochbücher. Auch wenn ich auf die Schnelle Rezepte im Internet suche, so sind Kochbücher für mich immer noch wichtig. Vor allem, weil manche kleine Kunstwerke sind oder noch viele andere Informationen liefern, z.B. über Land und Leute, über Gewürze usw.
  • Bücher, die sich rund um die Schule bewegen. Auch hier muss ich Post-Its kleben können, markieren und Gedanken/offene Fragen notieren können. Papier ist hier für mich wichtig.
  • Vorlesebücher und schöne Bilderbücher, die ich in der Schule nutzen und einsetzen kann. Natürlich könnte ich auch vom Tolino vorlesen, aber da fehlt, auch bei den Kindern, das Buchgefühl.

 

Übrigens eine wahre Fundgrube für Kinderbücherrezensionen ist die Seite "Pappilionis liest" - wirklich klasse!

0 Kommentare

Mein Klassenblog "die-Tigerklasse"

... ist nur noch für die Eltern und Kinder per Passwort erreichbar.

 

Ausschlaggebend dafür ist ein Brief, der das Staatliche Schulamt erreichte. Ich werde darin beschuldigt, mich despektierlich über meine Tiger zu äußern. Dieser Brief stammt weder von meinen Eltern, noch sonst irgendjemand aus unserer Schulgemeinde, sondern von einer "erschütterten Leserin".

 

Zunächst überlegte ich, die Tigerklasse ganz zu schließen und teilte dies so meinen Eltern und auch den Tigern mit. Vor allem die Tiger waren maßlos enttäuscht, sie lieben "ihre Seite", sie sehen gerne ihre Kunstwerke, haben gerne ganz viel Lesen geübt, um im Video zu glänzen, lachen und sprechen gemeinsam über Bilder aus dem 1. Schuljahr usw. Deshalb wird es die Seite für uns weitergeben, aber nur für uns.

 

Mir wird der Austausch fehlen, da bin ich mir sicher, aber auch dafür werde ich einen Weg finden. Für Verständnis möchte ich vor allem bei den Lesern bitten, die uns, unsere Arbeit, unsere Entwicklung, unsere tollen Erlebnisse, aber auch unsere Schwierigkeiten gerne verfolgt haben. Dankeschön!

 

 

9 Kommentare

Wieder angekommen ...

bin ich in der Schule und vor allem bei meinen Tigern. Natürlich brauchten wir alle einige Zeit um wieder in den richtigen Tritt zu kommen und der ein oder andere wird auch noch etwas länger brauchen ;-)

 

Derzeit muss ich ganz konsequent auf die Einhaltung der Klassenregeln achten, dass ist für alle Beteiligten anstrengend und manchmal unschön. Aber nur dann, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten, ist gutes, stressfreies Lernen für alle möglich.

 

 

0 Kommentare

Ich bin noch nicht schulreif ...

Obwohl ich schon diese Woche mehrmals in der Schule war und auch zuhause einiges vorbereitet habe, fühle ich mich noch gar nicht "schulreif".

 

Natürlich kann ich nächste Woche gut starten, Mathe und Deutsch ist fertig vorbereitet - und die erste Woche ist irgendwie ja immer "Anlaufszeit" für alle und ich hoffe auch bei mir kommt dann ein wenig mehr Lust/Motivation/Laune dazu.

 

Solange bearbeite ich die letzten Norwegenfotos. Kaum zu glauben, bei den jetzigen Temperaturen in Deutschland, dass ich fast drei Wochen durchgängig einen bewölkten Himmel und teilweise Temperaturen deutlich unter 10°C hatte ;-).

 

Ganz ehrlich, mir ging es damit wesentlich besser, denn ab 27°C verfalle ich in eine Wärmestarre.  Bewegen? Nein, Danke! Bzw. maximal in einem gut gekühlten Pool, der mir hier zuhause aber leider nicht zur Verfügung steht.

 

Aufgrund des laut Vorhersage anhaltend guten Wetters, werde ich in Deutsch in meiner Klasse eine Lektüre lesen, denn dies können wir gemeinsam gut im Garten, außerdem wird es wohl zumindest ab und zu eine "Eispause" geben ;-)

0 Kommentare

Reif für die Insel ...

 .... ähm für die Ferien meinte ich.

 

Woran man es merkt?

 

Wenn man minutenlang versucht die Haustür mit dem Autoschlüssel zu öffnen oder sich gerade mit allem überfordert fühlt: Schulfest, Vorbereitung Lesewettbewerb, Korrekturen und den Kindern überhaupt :( - etwas was den meisten im Kollegium derzeit so geht, die lange Zeit nach den Osterferien hinterlässt ihre Spuren. Zudem kommen immer wieder personelle Engpässe, die mich einerseits dazu zwingen die Vertretung möglichst optimal zu regeln, aber auch immer wieder dazu führen, dass ich persönlich von Mehrarbeit betroffen bin, die ich nicht so leicht wegstecke, vor allem wenn mehrere Personen gleichzeitig auf mich hinwirken bzw. einwirken wollen. Da wäre ich manchmal gern ein Igel, der sich zusammenrollen kann und nur noch seine Stacheln zeigt.

 

Ab nächster Woche wird hoffentlich alles ein bisschen entspannter, denn dann haben wir das Schulfest hinter uns und ich kann weitere Dinge der To-do-Liste abarbeiten und anfangen die Zeugnisse zu schreiben.

2 Kommentare

Die letzten drei Wochen ...

waren gesundheitlich die miesesten meines bisherigen Lebens. Es fing an mit Kopfschmerzen, die immer nach husten auftraten und sich im Laufe der Zeit zu Dauerkopfschmerzen entwickelten. Dazu ein schmerzendes, halbtaubes Ohr und ich war am Ende.

 

Schon mal mit Dauerkopfschmerzen unterrichtet? Nein? Kann ich auch nicht wirklich empfehlen - es war ständig die Frage, wer heult zuerst. Meine Lautstärkentoleranz war wirklich auf dem niedrigsten Punkt ever, die Rücksichtnahme meiner Schüler stieg leider nicht entsprechend an :(

 

Seit drei Tagen geht es nun besser und ich kann mich wieder intensiver um Schule und Hobbies kümmern.

 

Die Reiseplanung geht gut vorwärts. Ich kann immer neue interessante Punkte und Wanderungen meiner Tabelle hinzufügen - was ich dann letztendlich davon mache, wird sich zeigen. Es werden jedoch viele Fjorde, Aussichtspunkte, tolle Straßen, Wasserfälle, Seen, Stabkirchen, das ein oder andere Museum sein.

Das tolle am Alleinreisen ist, nur ich entscheide, worauf ich Lust habe und wenn ich mehrere Stunden im Fjell fotografieren will, dann tue ich das einfach.

 

Derzeit füllt sich auch im Keller schon meine "Fressbox" - immer wenn ich beim Einkaufen etwas sehe, packe ich es ein - das fällt bei den Kosten dann gar nicht auf ;-)

 

Gestern habe ich lange mit meiner Schwester telefoniert, die mich dann auch fragte, ob ich gar keine Angst habe, alleine zu reisen. In Norwegen? Nein! Wovor sollte ich da Angst habe - außer vor Trollen und den Riesen in Jotunheimen ;-)?

Angst oder Aufregung kann man vllt. in Mexico oder Indien als alleinreisende Frau haben, Europa und USA sind für mich wirklich angstfrei zu bereisende Kontinente.

0 Kommentare

Mittagsruhe, Parkplätze und andere "Nachbardinge"

Also ich behaupte einmal, dass man mich nicht so schnell aus der Ruhe bringen kann - aber wenn man es schafft, dann ist eigentlich alles zu spät, dann wird aus der immer lächelnden, gut gelaunten und entspannten Dodo ein wirkliches HB-Männchen Weibchen.

 

Die neuen Menschen hier in unserer Straße schaffen das in letzter Zeit regelmäßig! Z.B. gestern kam ich nach Schule und Wochenendeinkauf mit extremen Kopfschmerzen um 14.10 h nach Hause. Was röhrt nebenan im Garten? Der Rasenmäher!

 

Ja, ich weiß, dass es keine Mittagsruhe mehr gibt, aber bisher hat sich jeder hier in der Straße daran gehalten.

 

Nicht so unsere neue Nachbarn: die mähen, wann sie wollen, die hängen Bilder am Neujahrsmorgen um 10 h auf und hämmern damit andere Menschen, die nicht um 21 h an Silvester ins Bett gehen, wach, die stellen ihren stinkenden Grill jedes Sommerwochenende direkt an die Trennwand, so dass Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Kinderzimmer der Nachbarn, nämlich uns,  vollgeräuchert sind.

 

Dabei ist der neue Herr Nachbar, der Oberspießer schlechthin! Jedem noch so kleinem Unkraut auf dem Gehweg wird mit scharfen Waffen der Garaus gemacht. Der Familien-Opel trägt kein Staubkorn und die Rasenkanten werden wöchentlich getrimmt. Aber "Grüßen" kann er nicht, er tut immer so, als würde er niemand sehen oder sei sehr beschäftigt und wenn man dann "Hallo" sagt, dann drückt er sich ebenfalls ein "Hallo" raus. Nach Spaß sieht er allerdings nie aus, ich habe ihn auch noch nicht lachen hören ;-) - reden höre ich ihn in den Sommermonaten allerdings regelmäßig, denn er neigt nicht dazu seine Nachbarn mit seinen Beiträgen zu verschonen, obwohl diese vielleicht gerade auf der Terrasse sitzen und lesen oder selbst ein Gespräch führen wollen.

 

Und dann gibt es die "Neuen" gegenüber - das sind zwei Familien - deren Väter ihre Autos immer in der Straße parken, obwohl ihr Tiefgaragenplatz nur 30 m entfernt liegt. Man muss dazu sagen, dass wir in einem Wohngebiet wohnen, wo einseitiges Parken erlaubt ist und Parkplätze regelmäßig Mangelware sind. So muss ich am Wochenende häufig die schweren Einkäufe hunderte Meter weit schleppen, weil das Auto der "netten und rücksichtsvollen" Nachbarn unbedingt an der Straße stehen muss, so ist der Weg ins Haus halt 30 m kürzer. Halte ich gegenüber auf privaten Parkplätzen, um zumindest meinen Einkauf auszuräumen, kommt der nächste nette Nachbar aus dem Haus und fordert mich auf, unverzüglich wegzufahren, denn dies sei sein freier Parkplatz  ;-)

 

Rücksichtnahme, Respekt, Höflichkeit sind in unserer heutigen Zeit offensichtlich Fremdwörter geworden: Hauptsache ICH, Hauptsache MIR geht es gut. Traurig und noch viel trauriger, dass diese Menschen es ihren Kindern vorleben, was es heißt, nur an sich zu denken. Etwas, was wir Lehrer ja heute schon vermehrt erleben und was zu vielen Problemen führt.

.

0 Kommentare

Aufräumen kann sich lohnen ;-)

  • der Fußboden vom Wohnzimmer ist jetzt wieder begehbar
  • ich habe ca. 130 € und einen Tankgutschein im Wert von 15 € gefunden
  • ich fühle mich befreit
mehr lesen 1 Kommentare

"Wochenend-Einkauf" oder "Wann kommt die Mama noch so richtig durch?"

Gerade bin ich zurück vom Einkauf fürs Wochenende. Also großartig anders ist er nicht als früher, als der Einkauf an sich, aber vorher ;-)

 

Spätestens ab Mittwoch überlege und plane ich ich das Essen fürs Wochenende, wenn die Kinder da sind. Abwechslungsreich, möglichst gesund, manchmal überraschend, aber vor allem lecker soll es sein. Einmal zumindest essensmäßig Rundumverwöhnen will ich :-)

 

So gibt es heute einen brasilianischen Fischtopf mit Knoblauchreis, morgen Fleischbällchen mit Estragon-Honig-Senf-Soße, Brokkoli und Kartoffelecken und am Sonntag Lamm mit Rotwein-Zwiebel-Marmelade und Kartoffelgratin. Außerdem habe ich viele leckere Zutaten für ein Super-Frühstück morgen gekauft: Es wird Foccacia geben, dazu Hummus, leckeren Käse, Merguez, Spiegeleier, Tomatensalat, frische Mango und selbstgemachte Zimtschnecken.

 

Neben all den Zutaten fürs Essen habe ich dann noch das Wochen-Fresspaket zusammengestellt: Käse, italienische Salami, Schokolade für die Nerven, Cookies, die geliebten Salami-Sticks, Kaffeepads.

 

Also ich glaube ja, in Bad Hersfeld gibt es das bestimmt auch ;-), aber wann kann ich das Kind sonst noch verwöhnen und ja, es macht Spaß!!!! Richtig viel Spaß, so viel Spaß, dass ich darüber schreiben musste.

 

Aber was wirklich gar keinen Spaß macht: das wochenendliche Bügeln von HEMDEN!!!!!

Daran habe ich vor 25 Jahren bei der Zeugung unseres Sohnes noch nicht gedacht!

 

0 Kommentare

Eigentlich sollte man ...

gar nicht soviel lesen.

 

Also nicht Bücher, die kann, sollte man sogar lesen, aber z.B. die Online-Inhalte der Zeit.

 

Gesucht habe ich heute einen Artikel, den ich vorgestern gelesen habe. Dummerweise habe ich ihn nicht sofort unter meinen Favoriten gespeichert und heute habe ich ihn nicht mehr gefunden. Das ärgert mich!

 

Gefunden habe ich dennoch viel, unter anderem diese Schulfrage mit samt ihren Kommentaren. So viel kann ich gar nicht meinen Kopf schütteln, wie ich angesichts der Kommentare gerne möchte!

 

Aber schon bei der Frage an sich sträuben sich mir alle Lehrerhaare: Das arme Kind wird in seinen Grundrechten eingeschränkt, weil es eine Arbeit fertigstellen soll, bevor es in die Pause geht? Das ist wirklich nicht zu verantworten!

 

Das "Lust-Prinzip-Lernen", welches in der häuslichen und leider zunehmend auch im Kindergarten, durch falsche Interpretation von frühkindlicher Erziehung seinen Platz findet, soll nun auch in die Grundschule übertragen werden? Gleichzeitig werden aber Leistungskontrollen und Leistungsbeurteilung seitens des Schulgesetzes aber vor allem auch seitens der Eltern gefordert. Fördern und fordern von Kinder hat auch mit Regelkonformität zu tun, denn ohne Frustrationstoleranz, Respekt, Geduld und Teamfähigkeit (Denken und Handeln für und mit anderen) kann Lernen in der Schule nicht stattfinden! Genau die Kompetenzen, die seitens der Wirtschaft immer wieder eingefordert werden.

 

Was nicht heißt, dass Grundschule sich auch verändern muss oder sollte. Derzeit ist meine Arbeit oft ein "Wandern auf einem Grat" - ohne Ketten:

 

Ich versuche Rechtschreibung, Grammatik, schriftliche Rechenverfahren und Kopfrechnen zu optimieren, dazu kommt Heftführung und Schriftpflege. Achja, wie war das noch mit Präsentationen, natürlich versuche ich auch meinen Kindern diverse Möglichkeiten diesbezüglich beizubringen - allen ihrem Stand entsprechend selbstverständlich. Stärken stärke ich natürlich ganz nebenbei! Huch, nun ist mir tatsächlich ein Kind bezüglich des Lesens durchs Raster gerutscht, kein Problem, ich kann mit einem Lesepass das wieder ausbügeln, ich hab doch alles im Blick.

 

Nein! Wir Lehrer sind auf die Mitarbeit der Eltern angewiesen! Wir können nicht 25 ganz verschiedene Kinder in 21 oder 25 Stunden Schulunterricht gleich - entsprechend ihren Fähigkeiten - fördern - selbst, wenn wir es uns von Herzen wünschen. Wenn wir das versprechen, dann versprechen wir etwas falsches. Was ich kann, ist immer zu versuchen, den Kindern Lust an Schule und Lust am Lernen zu erhalten, ich kann versuchen sie jederzeit zu motivieren, auch wenn sie Niederlagen durch Beurteilungen einstecken müssen.

 

Ich kann meinen Schülern vermitteln: Du bist ein ganz tolles Kind, liebenswert und mir und anderen ganz viel wert, auch wenn du nicht gut schreiben oder rechnen oder lesen oder rennen oder schwimmen oder werfen oder schießen kannst! Du bist du und immer wertvoll und trotzdem musst du dich an Regeln halten, denn ohne können wir nicht in einer Gemeinschaft leben, lernen, wachsen und uns wohl fühlen. Und leider musst du lernen, dass du an bestimmten Anforderungen gemessen wirst - auch deine Schwächen werden betrachtet, manchmal mehr als vielleicht erforderlich und vielleicht vergisst du selbst dann, dass du auch Stärken hast. Das darfst du aber nie vergessen! Du kannst viel und bist ein wertvoller, schöner, liebenswerter Mensch - nur das zählt!

0 Kommentare